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Spiele als Blockbuster

 

Hallo und Herzlich Willkommen zu einem neuen Beitrag auf lootchest.de! Eine super heiße Woche, da bleibt einem nur das BBQ. Oder man verzieht sich in den kühlen Keller, denn als Serien-, Spiel- und Filmfans gibt es für uns schließlich immer was zu tun und Langeweile kommt nicht auf oder?

Mich hat die vergangenen Wochen ein Spiel durch eine emotionale Achterbahn geschickt. Ein Spiel? Richtig gelesen! Aber warum schreib ich von Spielen, eigentlich soll es hier doch um Filme und Serien gehen? Richtig, aber es gibt so einige Titel, da verschwimmt die Grenze doch ein wenig. Das Game von dem ich rede heißt „Detroit Become Human“. Bestimmt haben zumindest die Playstation Vier Besitzer von euch davon gehört. Der Titel ist nämlich (leider) ein exklusiver Titel Sonys für die hauseigene Konsole. Ein bisschen schade, da Leute wie ich, die die Konsole nicht besitzen, auf Let’s Plays zurückgreifen müssen. Auch wenn „Detroid Become Human“ mich schon zum Überlegen brachte, mir eine Playstation zuzulegen. Aber mal ehrlich, für einen Titel (mich überzeugen viele andere leider nicht) einen Batzen Geld hinzulegen, lohnt sich meiner Meinung nach dann doch nicht. Deshalb habe ich das Ganze beim YouTube Veteranen Gronkh und anschließend sogar ein zweites Mal bei Pandorya geschaut. Ich verrate schon mal: Mehrfach gucken macht jedes Mal aufs Neue Spaß und ist immer wieder abwechslungsreich.

Worum geht es bei „Detroit Become Human“ überhaupt? Das Spiel knüpft von der „Art“ her an Titel wie „Heavy Rain“ oder „Beyond Two Souls“ an. Man erlebt die Geschichte dreier Charaktere. Allerdings sind diese Charaktere keine Menschen, sondern Androiden. Wir befinden uns im Jahre 2038, also in gar keiner allzu fernen Zukunft. Autonome Autos sind auf den Straßen unterwegs, alles sieht ein wenig futuristisch, aber immer noch absolut realitätsnah aus und spielt in der amerikanischen Stadt Detroit. Vielleicht realistisch bis auf die Androiden, aber wer weiß das schon? Diese sind nämlich eins zu eins menschenähnlich und erledigen von Jobs wie der Müllabfuhr, bis hin zu Prostitution eine ganze Bandbreite als… Sklaven der Menschen. Das kann man ruhig so sagen. Da kommt direkt eine ethische Diskussion auf, die einen das gesamte Spiel hindurch begleitet. Wie bereits erwähnt begleiten wir drei dieser Androiden, sie sind unsere Protagonisten. Ein Androide ist Haushälterin bei einem schmierigen Typen und seiner Tochter, einer kümmert sich um einen reichen, alten Künstler und der dritte arbeitet als Detective für Fälle in denen Androiden involviert sind. In der Geschichte geht es ganz grob zusammengefasst und natürlich spoilerfrei darum, dass die Androiden ein eigenes Bewusstsein entwickeln, die über ihre Programmierung hinausgeht. Das erinnerte mich sehr an die geniale Serie „Westworld“ über die ich vor einigen Wochen bereits schrieb. Okay, so viel also zur Story. Mehr möchte ich nicht vorwegnehmen, das sollte sich jeder selbst anschauen oder selbst spielen.

Für mich ist „Detroit Become Human“ bereits seit einer Preview, die ich vergangenen Herbst sah, ein Titel, auf den ich sehnlichst gewartet habe. Ich war bereits großer Fan von „Heavy Rain“ und „Beyond Two Souls“, deshalb war ich gespannt auf einen neuen, als Serie verpackten Titel. Meine Erwartungen wurden so extrem übertroffen, wie ich es noch nie erlebt habe. Das ein Spiel, ein Buch, eine Serie oder ein Film mich derart emotional mitnimmt, passiert selten. Das waren Spiele wie „The Witcher 3: Wild Hunt“, die „Mass Effect“ Trilogie, bei Büchern der erste Elfenroman „Die Elfen“ von Bernhard Hennen sowie alle „Witcher“ Bücher von Andrzej Sapkowski oder bei Serien und Filmen „Game Of Thrones“ und „Herr der Ringe“. Also eine vergleichsweise kleine Auswahl, wenn man bedenkt wie viele Hunderte Exemplare ich aus jeder Rubrik schon „getestet“ habe. „Detroit Become Human“ ist eine absolute Ausnahme, die mich sogar zu Tränen gerührt hat.

Alle drei Geschichten sind absolut einzigartig und fantastisch erzählt und bieten unzählige verschiedene Wege. Deshalb ist auch der Wiederspielwert extrem hoch, auch beim dritten oder vierten Mal, kann man neue Wege entdecken. Der Spieler hat das Schwert in der Hand und entscheidet sogar über Leben und Tod. Ein Fluch und Segen zugleich.
Dazu ist das Spiel ein grafischer Leckerbissen und atmosphärisch sowie musikalisch perfekt untermalt. Es erstaunt mich immer wieder, was heute bereits möglich ist. Allein der Android der einem im Optionsmenü erwartet, ist so detailliert, dass es einen fast schon erschreckt. Jeder kleinste Gesichtszug, jedes Grübchen und die kleinsten Falten… Wie beim echten Menschen. Das regt auch über das Spiel hinaus dazu an, nachzudenken, wohin unsere technischen Möglichkeiten gehen werden. Ein extrem spannendes Thema.

Gameplay technisch erwarten den Spieler eine Menge Quick Time Events und zahlreiche Entscheidungen die getroffen werden müssen. Die getroffenen Entscheidungen spielen hierbei eine heikle Rolle. Da wären wir auch bei den einzigen beiden Kritikpunkten. Die Entscheidungen die man trifft sind zeitlich begrenzt, was an sich einen positiven Effekt hat, allerdings muss man diese anhand eines Wortes treffen, was des Öfteren zu Missverständnissen führen kann. Der zweite Kritikpunkt ist meiner Meinung nach die Kameraführung, die manchmal ein wenig unpraktisch ist. Aber das ist schon meckern auf einem sehr hohen Niveau.

Abschließend kann ich nur sagen, dass sowohl Serien- als auch Gaming Fans mit „Detroit Become Human“ auf ihre Kosten kommen. Jeder, der sich gerne in eine mitreißende Geschichte begibt und bereit ist, sich auf eine gar nicht so irrationale Zukunft einzulassen, wird das Spiel lieben. Wer keine Playstation hat kann auf zahlreiche Streamer und YouTuber zurückgreifen. Mittlerweile gibt es sicher eine Menge verschiedener Durchläufe. Es lohnt sich auf jeden Fall, versprochen!

Bis dahin wünsche ich euch einen guten Start in die kommende Woche und teaser für demnächst schon mal ein kleines Special Feature für einen zukünftigen Blog Beitrag an. Ihr dürft gespannt sein! Bis dahin, macht’s gut!

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