Solo: A Star Wars Story

Hallo und Herzlich Willkommen zu einem neuen Beitrag hier auf lootchest.de!
Freut mich, dass ihr auch heute wieder am Start seid und ich würde mal sagen Hyperraumsprung vorbereiten und los!

Als riesiger „Star Wars“ Fan ist für mich wieder die schönste Zeit des Jahres. Denn auch wenn der Neuste Film „Solo: A Star Wars Story“ nach „Avengers: Infinity War“ einen schweren Stand hat, ist und bleibt jedes neue Futter aus unserer geliebten, weit entfernten Galaxis für mich das schönste, was über die Leinwand flimmern kann.
So ist es für den aufmerksamen Leser also kein Wunder, dass ich direkt zur Premiere vergangenen Donnerstag in mein (beinah schon heimisches) Kino gepilgert bin.  Bestens ausgerüstet mit dem Shirt der berühmten „Mos Eisley Cantina Band“ und einer (vielleicht etwas kitschigen, aber trotzdem extrem coolen) blau leuchtenden Cap, mit aufgesticktem Zeichen des Jedi Ordens, war ich wieder einmal gespannt, was das Hause Disney aus einer der beliebtesten Figuren des „Star Wars“ Universums zaubern wird.
Und so viel sei verraten: Ich wurde nicht enttäuscht!

Im Vorfeld des Films gab es bereits eine Menge Kritik und Sorgen. Bestimmt haben einige von euch mitbekommen, dass ein Regiewechsel inmitten der Dreharbeiten stattfand. Phil Lord und Christopher Miller (Bekannt u.a. für „The Lego Movie“) wurde vorgeworfen, dass sie zu viel Platz für Improvisation ließen und auch die Kameraeinstellungen misslangen.
Ron Howard (Oscarpreisträger für „A Beautiful Mind“) übernahm. Diplomatisch erklärte man natürlich, dass alles problemlos verlaufen sei und der Wechsel keinen negativen Einfluss auf den Film habe. Dennoch brodelte die Gerüchteküche. Heraus kam, dass man Alden Ehrenreich (Han Solo) sogar einen Schauspielcoach an die Seite stellen musste. Äußerst ungewöhnlich. Weiterhin gingen sogar Gerüchte um, dass Disney aufgrund dieser unnötigen Lappalien bereits im Vorfeld mit einem Flop des Films rechnete. 

Ich selbst habe mir tatsächlich nicht einmal einen Trailer zu dem Spin-Off angesehen. Meine grundsätzliche Haltung ist, dass Trailer von Filmen die man unbedingt schauen möchte, zu viel spoilern. Und nach meiner langjährigen Kinoerfahrung kann ich nur sagen: Lasst die Trailer einfach mal außen vor! Es ist vielleicht schwierig, da sie z.B. vor YouTube Videos regelmäßig laufen, aber für das Filmerlebnis lohnt es sich, ihnen aus dem Weg zu gehen.

Kommen wir nun zum Film selbst. Worum geht es überhaupt?
Natürlich um Han Solo! Der bekannteste Schmuggler und beste Pilot der Galaxis!
„Solo: A Star Wars Story“ bezieht sich auf die Vergangenheit unseres Filmhelden. Genauer gesagt seine Zeit als junger Erwachsener. Seine Kindheit und Jugend lässt sich daraus allerdings auch ableiten.
 Fragen wie die Herkunft, was er tat bevor er Schmuggler wurde und wie er Chewbacca oder Lando kennenlernte… All das wird im Film beantwortet. Und im Prinzip reicht das schon um die Handlung zu beschreiben. Denn ich denke, dass auch schon kleinere Hinweise zu viel vorwegnehmen könnten. Deshalb lasse ich das Ganze mal so stehen.

Aber wie ist der Film denn jetzt eigentlich? Merkt man ihm die Probleme des Drehs an? Vielleicht ein wenig. Vor allem Alden Ehrenreich, der eine solide, aber eben keine überragende Leistung abliefert, merkt man zwischenzeitlich doch das große Erbe Harrison Fords an. Dennoch macht der junge Schauspieler seinen Job gut.
Dass der Film alles in allem einigermaßen vorhersehbar ist, war ebenfalls abzusehen. Er lebt von Action und dem großen „Star Wars Feeling“ der Original Trilogie sowie einer überragenden Leistung Donald Glovers, der für mich als Lando Calrissian der mehr oder weniger heimliche Held des Films ist. Erwähnt sei hierbei auch Emilia Clarke, von der ich (ja, da trage ich ein wenig die rosarote Brille, man möge mir verzeihen) erneut begeistert bin. Sie spielt eine zuckersüße Rolle, wirkt sehr unschuldig und lässt nur selten durchblitzen, was Qi’ra (ihr Charakter) alles durchmachen musste. Für mich trifft sie ihre Rolle auf den Punkt.
Als letzter namhafter Schauspieler ist Woody Harrelson dabei, der quasi mit seinem Charakter Beckett eine Art Leitfigur für Han Solo bildet und den gesamten Abschaum der Unterwelt im „Star Wars“ Universum in einem Charakter vereint. Es war nicht anders zu erwarten, als das Harrelson diese Rolle absolut rockt!

Effekt-, Musik- und bildtechnisch ist das Spin-Off natürlich wieder einmal ein absoluter Hammer. Dafür bietet sich das „Star Wars“ Universum einfach an und mit der musikalischen Grundlage, die John Williams bereits zur Original Trilogie geschaffen hat, braucht man denke ich nicht mehr viel sagen.

Mein abschließendes Fazit lautet: Der Film ist klasse! Er schafft es zwar lange nicht an „Rogue One: A Star Wars Story“ heran, aber macht dennoch sehr viel Spaß und beleuchtet eine Menge Fragen, die sich „Star Wars“ Fans schon seit Jahren stellen. Zum Ende hin bleiben allerdings einige offene Stränge, ja, es werden sogar absichtlich neue Nebenschauplätze aufgemacht. Scheinbar ist sogar geplant, weitere Filme zu Han Solo zu drehen. Wie ich neulich las, wurde Alden Ehrenreich für insgesamt drei Filme unter Vertrag genommen. Ob das nötig ist? Hm. Da bin ich mir nicht so sicher. Denn auch wenn ich mich immer über neuen Stoff zu „Star Wars“ freue, muss ich an diesem Punkt erstmals eingestehen, dass es mit einem Film zu Han Solo genügen sollte. Es gibt so viele Möglichkeiten Neues aus der weit entfernten Galaxis auf die Leinwand zu bringen, dass es meiner Meinung nach nicht nötig ist, das Feeling der Original Trilogie weiterhin breit zu treten. Zumindest nicht so zentriert auf einen Charakter.

Ich lege euch dennoch ans Herz, euch „Solo: A Star Wars Story“ anzuschauen. Es lohnt sich definitiv und nicht nur „Star Wars“ Fans kommen auf ihre Kosten. Bis dahin wünsche ich noch ein schönes Wochenende und bis demnächst!

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